Was ist relevanter Content?

Datum: 12.02.2017 | Autor: Thomas Nasswetter

Ist Content Marketing Bullshit?

Gerry McGovern ein Customer Experience und Usability Experten meinte 2016: „Das meiste Content Marketing ist Bullshit. Studien zeigen, dass 80 bis 90 Prozent von Marketing-Content nutzlos ist.“ Mit seiner Aussage dass 80 bis 90 Prozent des Marketing-Content nutzlos sind, hat er vielleicht recht. Das aber Content Marketing damit automatisch nutzlos wäre, ist damit nicht gesagt. Im Gegenteil: Content Marketing scheitert meistens an den (nicht relevanten) Inhalten und ist deshalb nutzlos.

Relevanter Content kann auch Fake-News sein

Seit Donald Trump zur Ikone des „Post-Faktischen“ geworden ist, zeigt sich, dass Relevanz offenbar wenig mit Fakten, aber sehr viel mit Emotionen zu tun hat. Viele Menschen sehen sich gerne bestätigt und lassen die Inhalte an sich heran, die sie in ihrem Tun und ihrer Meinung bestätigen. Das führt in der Online Welt dazu, dass es plötzlich tausende Artikel zum Thema der flachen Erde gibt. Nicht weil die Erde flach ist, sondern weil es offenbar Menschen gibt, die das glauben und die sich durch solche Artikel bestätigt sehen.

Content ist nicht gleich Content

Die RELEVANCE-BOX, ein innovatives Werkzeug zur Online-Strategieentwicklung, erdacht von Corporate Interaction.

Ja, es gibt sehr viel für die User an nutzlosem Content im Netz und gerade deshalb ist gut aufbereiteter Content eine Möglichkeit sich erfolgreich zu positionieren. Was ist nun guter Content? Die Frage lässt sich leider nicht mit zwei Sätzen beantworten, denn es kommt vor allem darauf an, für wen die Inhalte bestimmt sind. Für die unterschiedlichen Usergruppen, für die Suchmaschinen oder für beide?

Google Panda trennt die Spreu vom Weizen

Seit den Panda Updates von Google, geht es schlechten (nicht relevanten) Inhalten an den Kragen. Auch wenn es für mich zuerst nach Voodoo klang, scheint Google hier deutliche Fortschritte gemacht zu haben. Das hat zum Beispiel Yvonne Tesch, die Start-up Millionärin und Paradegründerin von „maryme“ und „Inspo“ zu spüren bekommen. Beide Plattformen mussten Insolvenz anmelden. Die früher per geschicktem SEO und damit einer für Google mittlerweile durchsichtigen Content Strategie auf die Plattform gelenkten User sind immer weniger geworden. Der Umsatzerfolg damit offenbar auch.

Welche Inhalte zählen?

Google will relevanten Content nicht, weil Google es so will – NEIN – Google muss den Usern relevante Suchergebnisse liefern, die sie zufrieden stellen. Und damit beginnt der Spagat für Google und für das eigene Marketing. Google muss den Inhalt als relevant anerkennen und die Suchergebnisse sollten die Besucher der Seite zufrieden stellen und diese idealerweise vom Interessenten zum Käufer machen. Damit rücken plötzlich Parameter wie Sitzungsdauer, Verweildauer auf einer Seite, die Absprungrate und Seitenaufrufe pro Session ins Visier. Und Verweildauer erzielt man mit spannenden Inhalten, die User zum Verweilen einladen.

Online Advertising als alternative Chance

Wenn Sie den Umweg über Google & Co. nicht gehen wollen, dann haben Sie alternativ die Möglichkeit, Online Werbung zu schalten. Damit können Sie User direkt auf ihre Website bringen und mit guten Inhalten auch langfristig an sich binden. Eine sehr wirkungsvolle Strategie, die wir auch bei unternehmerweb.at anwenden. 1.000.000 Seitenaufrufe innerhalb von 18 Monaten sind ein guter Beweis dafür.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – und ein Video erst recht

Mich persönlich wundert es immer mehr, dass bisher nur ein paar wenige wirklich große Konzerne das Thema Bildstrategie für sich im Netz entdeckt haben. Ein Beispiel aus Österreich ist Red Bull. Red Bull kann viele verschiedene Gruppen von der Formel 1, über die FMX Fighters, die Flugtage bis zum Worldrun in tollen Kanälen mit unglaublich aufwendig gemachten Videos begeistern und sogar „Anti-Sportgucker“ wie mich punktuell „einfangen“. Natürlich sind nur wenige Firmen in der Lage, das Thema Bildstrategie mit diesen Aufwand zu betreiben.

Es muss aber nicht immer gleich die große Keule sein

Schöne Fotos von Produkten, Kunden, Mannschaft etc. tun es manchmal auch. Betrachten Sie doch mal den Wettbewerb zwischen den beiden Großbäckern „Anker“ und „Der Mann“ auf Facebook. Eine gute Bildstrategie produziert guten Content, vor allem für Nutzer von Soziale Medien.

Ein kleiner Tipp zum Thema „erfolgreiche Bildstrategie“: Wenn Sie speziell kaufkräftige Frauen erreichen wollen, dann versuchen Sie es mal mit Pinterest und darauf abgestimmten Bildern. Um bei Google damit zu reüssieren, braucht es aussagekräftige Bildtitel, „Alt“-Texte und Bildunterschriften. Da das erstaunlicherweise noch immer ganz wenige machen, eine gute Gelegenheit sich da zu positionieren.

Haben Sie an ausgefeiltem Content Marketing? Wollen Sie Ihre Geschichten erzählt und Ihre Themen platziert wissen? Wir greifen Ihnen unter die Arme.

Datum: 12.02.2017
Autor:
Thomas Nasswetter

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