Social Media – die Bearbeitung wird anstrengender

Vor rund einem Monat berichteten verschiedene Medien über eine bemerkenswerte Entwicklung in den USA. Facebook laufen die (ganz) jungen User davon. Nur mehr knapp 50% der 12 bis 17 Jährigen nutzen Facebook. Marc Zuckerberg wird es herzlich egal sein, gehören die beliebtesten Alternativen wie Instagram und WhatsApp doch zu seinem Imperium der Sozialen Netzwerke. Für Unternehmen, die Content Strategien verfolgen, bedeutet das spätestens jetzt hellhörig zu werden.

Zusammenfassung

  • Eine Social Media Plattform zu bedienen ist eigentlich zu wenig. Auch im deutschsprachigen Raum werden die User immer mobiler und wechseln zwischen den Plattformen.
  • Medium und Art und Ausprägung der Nachricht hängen dabei stark zusammen.
  • Eine genaue Zielgruppenanalyse ist die Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Sozialen Netzwerken.

One Size fits all = falsch!

Im spanischen Sprachraum, immerhin dem zweitgrößten der Welt, gibt es schon länger eine Entwicklung, die sich in der deutschsprachigen Welt erst ganz langsam zu manifestieren beginnt. Das extensive und parallele Nutzen verschiedenster sozialer Kanäle, repräsentiert durch entsprechende Apps und Plattformen. Die moderne User Patchwork Persönlichkeit überträgt sich dabei auf das Nutzerverhalten. Snap zu spontanen Zeitvertreib, Tinder zum Daten, Kik zur anonymen Kommunikation, Signal oder Threema für vertrauliche Chats und so weiter. Der Befund von Marshall McLuhan, einem der großen Medientheoretiker des 20. Jahrhunderts, hat seine Bedeutung also nicht verloren: The Media is the Message!

Das Medium ist die Nachricht

Während Facebook für unter 17 Jährige seine Bedeutung verliert und Instagram dazu taugt sein „Daily Life“ in Bildern und Kurzclips zu broadcasten, zeigen sich auch in Österreich neue Trends. So spielt sich Austausch über und Vereinbarung von Treffpunkten mit „Gschpusis“ (=wir haben mehr oder weniger regelmäßig Sex, sind aber nicht zusammen!) im studentischen Umfeld in Wien ganz zwanglos nicht auf Tinder sondern auf Jodel ab. Jodel ist ein Dienst der stark auf die lokale Community (Hyperlocal) setzt und völlige Anonymität und schnelles „Vergessen“ garantiert. Die Reaktionen der Community auf einen Beitrag allein bestimmen die Relevanz. Die zukünftige Akademikerelite bleibt so unter sich. ;-)

Wissenstransfer per Video Content

Youtube hat sich zu einer weltweiten Wissensvermittlungsplattform entwickelt, die ganze neue Aspekte in die Welt des Lernens von vielen Menschen bringt. Es sind immer mehr Menschen, die Erklärungen per Video suchen und das nicht im HD-TV-Format, sondern bei Peers und Experten, die es nicht in die klassischen Medien geschafft haben. Das ist nicht nur eine Chance für religiöse Fundamentalisten und krude Verschwörungstheoretiker sondern auch für Unternehmen sich in einzelnen Themen-Kanälen zu positionieren.

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Facebook, Pinterest, Yodel, Flickr, WhatsApp, Twitter, Youtube,  Vimeo, Kik, Signal, Instagram, Threema, Yelp, …

Noch macht es uns UnternehmerInnen die Facebook Welt (scheinbar) leicht da Unternehmen von Facebook aus Instagram und vice versa bedienen können. Doch eigentlich braucht Facebook andere Formate als Instagram. Eine erfolgreiche Kampagne im werbefreien Yodel ist schon eine ziemliche konzeptuelle und logistische Herausforderung. Und die erfolgreichen und gut situtierten Frauen ab 35 findet man auf Pinterest, aber kaum mit Facebook Inhalten. ;-) … und dann sind da noch die ganzen Messenger und Kurznachrichten Dienste, Video Kanäle, Online Communities und einiges mehr.

Die Zielgruppenanalyse entscheidet

„Viel hilft viel“ ist vielleicht für manche große Unternehmen (noch) eine Option. KMU sind dazu schlicht nicht mehr im Stande. Fundierte Analysen der Zielgruppen im Kontext ihres Verhaltens in den Sozialen Netzwerken zeichnen den einzig gangbaren Weg zur erfolgreichen Kommunikation. „Fokussierung auf das Wesentliche“  – nur so kann das Motto lauten.

An Alternativen zu Social Media denken

Nicht zu vergessen ist das „altbackene“ E-Mail-Marketing. Wenn es um Conversion geht, dann ist diese „Steinzeit Methode“ noch immer ein Bringer. Mehrstufige E-Mail Kampagnen in Kombination mit „Funnel-Marketing“ auf der Landingpage bringen immer noch beachtliche Erfolge. Hier sind alle jene Unternehmen im Vorteil, die schon seit langem einen Grundstock an validen E-Mail-Kontakten pflegen und sich ans Telekomgesetz und die DSGVO gehalten haben. Für alle anderen gibt es entsprechende spezialisierte Agenturen.

Analyse, Konzept und Umsetzung

Wer es gut machen will braucht den oder die entsprechenden Partner. Analyse und Konzept sind dabei entscheidend. Denn das sind die Grundlagen um den roten Faden, der sich in allen sozialen Kanälen durchziehen muss, zu spinnen.

Wenn diese Grundlagen alle stimmig sind, dann sind wir mitten in einem Prozess, der seit Anbeginn des Internets erfolgreich ist: Content Marketing! Auch 2018 und weit darüber hinaus ein wichtiger Trend.

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